Wer bereits das frei erhältliche ZoneAlarm kennt, wird sich mit der kommerziellen Version ZoneAlarm Pro sehr schnell zurechtfinden. Gegenüber dem Vorgänger hat sich auf den ersten Blick lediglich das Design verändert.
Im Hauptfenster sind alle Symbole noch unverändert vorhanden. Von links nach rechts ist hier ebenfalls die Traffic-Anzeige zu sehen, das Schloss-Symbol zum Sperren des Internet, der “Not-Aus-Schalter”, der sofort alle Verbindungen unterbricht sowie die Anzeige, welches Programm sich gerade ins Internet verbinden will.
Auch bei ZoneAlarm Pro ist wieder eine Liste der Programme verfügbar, denen man den Zugriff ins Internet erlaubt oder verboten hat. An den grünen Häkchen oder an den roten Kreuzen ist sofort ersichtlich, welches Programm in welche Zone zugreifen darf und ob ein Server-Verhalten erwünscht ist.
Unter den Optionen, die für jede Anwendung getrennt konfigurierbar sind, finden sich noch weitere nützliche Einstellmöglichkeiten, wie z.B. die Identifizierung eines Programmes anhand des kompletten Dateipfades, was einen guten Schutz gegen Trojaner ergibt, die sich beispielsweise ja auch iexplore.exe nennen könnten, was in der Regel die Programmdatei des Internet Explorers ist.
Zusätzlich kann man unter Ports noch jeder Anwendung gezielt die Zugriffe auf bestimmte Ports oder Server erlauben oder verbieten, und zwar getrennt nach Sicherheitszonen. So kann man z.B. zwischen Intranet und Internet unterscheiden und seinem Browser dort jeweils unterschiedliche Zugriffsrechte einräumen.
Genau wie zuvor ZoneAlarm unterscheidet nämlich auch ZoneAlarm Pro zwischen dem lokalem Netzwerk und dem Internet und durch die Schieberegler kann man wie wieder die Sicherheitsstufen für beide Zonen anpassen. Für das Internet sollte man auch hier nach Möglichkeit High Security wählen, um die eigenen Ports gegenüber anderen Internet-Teilnehmern zu verbergen.
In ZoneAlarm Pro finden sich auch wesentlich mehr Einstellmöglichkeiten unter den Security Settings. Egal, welchen Knopf man hier drückt, es öffnet sich stets das gleiche Fenster. Lediglich der der entsprechende Menü-Eintrag ist schon entsprechend angewählt, wie z.B. hier das Menü für die Internet-Zone:
Hier kann man die vorgegebenen Sicherheitseinstellungen manuell seinen eigenen Wünschen anpassen. Der Übersichtlichkeit halber habe ich hier einmal die Grundeinstellungen der Internet-Zone nebeneinander gestellt.
Wer will, kann die Sicherheitseinstellungen für jede der beiden Zonen nach Bedarf anpassen, um z.B. bestimmte Ports in eingehender oder ausgehender Richtung zu blockieren. Ausserdem lassen sich den Zonen noch zusätzliche Domänen, IP-Adressen oder ganze Subnets zuordnen. So könnte man beispielsweise einen IP-Adressbereich dem lokalen Netwerk zuordnen und alle Zugriffsversuche anderer IP-Adressen komplett blockieren.
Wie man sieht, verdient ZoneAlarm Professional seinen Namen zu Recht. In Firmen kommt es beispielsweise häufig vor, dass ein Rechner gleichzeitig an ein lokales und ein fremdes Netzwerk (das muss nicht immer das Internet sein) angebunden ist. So kann man die Sicherheitseinstellungen für beide Zonen gezielt an seine Wünsche anpassen und den Zugriff auf Ports, IP-Adressen, DNS-Services, Domänen etc. detailliert regeln.
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