Tiny Personal Firewall

Ähnlich ZoneAlarm ist auch diese Firewall gratis erhältlich. Genau wie bei Zonealarm bedeutet es nicht, dass man ein schlechtes Produkt erhielte, wenn man nichts dafür bezahlen muss.

Ganz im Gegenteil: Tiny Personal Firewall stellt eine echte Alternative zu ATGuarddar, welches ja nicht mehr weiterentwickelt wird. Die im Vergleich zu ATGuard fehlenden Optionen wie z.B. Cookie- oder Werbefilter lassen sich mit anderen, gratis erhältlichen Programmen realisieren. Dazu aber später mehr…

Nach der Installation der Tiny Personal Firewall bietet ein Schieberegler zunächst die Möglichkeit, vordefinierte Sicherheitslevel einzustellen. Es empfiehlt sich, hier die höchste Stufe einzustellen, bei der jegliche Kommunikation zunächst einmal verboten wird:

Screenshot - Security Level

Screenshot - Firewall ConfigurationNun sind zunächst zwar grundsätzlich keine Netzwerkverbindungen mehr möglich, was sich aber schnell beheben lässt, indem man einfach für jedes Programm, welches sich ins Internet verbinden darf, eine Regel aufstellt. Das Regelwerk dieser Firewall verbirgt sich hinter dem Knopf Advanced.

Die Regeln lassen sich entweder mit Add manuell hinzufügen, oder man benutzt einfach den Assistenten, den man mit der Option Ask for action when no rule is found anwählt. Zukünftig fragt Tiny Personal Firewall bei jeder unbekannten Anwendung nach, ob eine Verbindung erlaubt werden soll oder nicht. Man hat die Wahl, mit Permit und Deny den Zugriff nur für dieses eine Mal zu erlauben oder zu verbieten oder mit Create appropriate filter Rule dauerhaft eine passende Regel für die Zukunft zu erstellen:

Screenshot - Verbindungs-Überwachung

Eigentlich war das schon alles. Startet man nun ein neues Programm, meldet sich der Assistent zu Wort und fragt nach, ob man die Verbindung dieses Programmes erlauben oder verbieten möchte. Tiny Personal Firewall unterscheidet Screenshot - Regel Assistenthier zwischen den Ports, durch die diese Verbindung stattfinden soll und der IP-Adresse, auf die der Zugriff erlaubt wird.

Beim Erstellen von Regeln gilt auch hier: Was nicht ausdrücklich durch das Erstellen einer Regel erlaubt wurde, ist verboten. Jedes Programm, das eine Verbindung herstellen möchte und nicht im Regelwerk der Firewall auftaucht, wird daran gehindert bzw. bei aktiviertem Assistenten fragt die Firewall nach, ob dafür eine neue Regel erstellt werden soll.

Tiny Personal Firewall identifiziert übrigens die Anwendungen nicht nur nach ihrem Dateinamen, sondern merkt sich ausser dem Verzeichnispfad auch noch die MD5 Prüfsumme des entsprechenden Programmes. Ich möchte hier nicht weiter darauf eingehen, durch welche Algorithmen diese Prüfsumme generiert wird, weil ich das an dieser Stelle für unwichtig halte, sondern nur erwähnen, dass damit eine absolut sichere Identifizierung der Anwendungen ermöglicht wird. Durch diese Prüfsumme haben trojanische Pferde praktisch keine Chance, Programme unbemerkt zu infizieren oder sich unter deren Namen an Tiny Personal Firewall vorbeizuschleichen.

Screenshot - Firewall Configuration 2

Die Generierung einer Prüfsumme ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber Firewalls, die Anwendungen lediglich anhand des Dateinamens erkennen können oder sogar, wie im Fall von Norton Internet Security, automatisch Programmen mit bestimmten Dateinamen per Voreinstellung den Zugriff erlauben.

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